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Geschichte des Dorfes Niederwinkling
Was erzählt uns das Gemeindewappen ?
Anläßlich des ersten Heimatfestes 1967 wurde der Gemeinde Niederwinkling das Recht zuerkannt, folgendes Wappen zu führen.

Wappen der Gemeinde Niederwinkling

Die Beschreibung lautet :

" In Silber an rotem Rebstock zwei grüne                     Weinreben mit je einem grünen Blatt und einer grünen Traube, daneben auf jeder Seite je ein aufrecht gestelltes, schwarzes Steinbeil"

Der Inhalt ist wie folgt zu begründen :

Die frühe Besiedlung im Raum der Gemeinde ist durch steinzeitliche Funde belegt. Bemerkenswert
sind zwei 1953/54 gefundene Steinbeile. Aus mittel- alterlicher Zeit ist für die Niederwinklinger
Gegend Weinbau in Niederalteicher Quellen beglaubigt. Zur Darstellung der Ortsgeschichte können daher im Wappen die heraldisch stilisierten Weinreben und die beiden daneben stehenden Steinbeile dienen.
Besiedelungsgeschichte :
In der jüngeren Steinzeit (etwa 4000 -1800 v. Chr.) war entlang der Donau eine erste bäuerliche Seßhaftgkeit von Menschen festzustellen. Aus dieser Zeit stammen auch die von Schülern gefundenen Steinbeile. Um 500 v. Chr. kamen die Kelten in unser Land, vermutlich aus dem Gebiet des mittleren Rheins. Durch die Wanderungen und ihren regen Handelsverkehr waren sie unter den Einfluß der alten Hochkulturen des Mittelmeeres geraten. Von den Römern, die um Christi Geburt bis an die Donau vorrückten, lernten die keltischen Bauern auch den Weinbau. Später vermischten sich die keltischen Bauern und römischen Soldaten immer mehr. Es entstand ein keltisch-romanisches Mischvolk, Walchen (Welchenberg = Ortsteil von Niederwinkling) genannt.
Die ältesten Orte stellen die sogenannten "ing" - Orte dar, deren Gründung auf bajuwarische Sippenführer zurückgeht. Die Weinberganlagen verrieten hier die Güte des Bodens und die leichte Kulturfähigkeit, auf welche es ja den Einwanderern ankam.
Winchilo mit seiner Sippe blieb in der fruchtbaren Einbuchtung mit ihrer tiefgründigen Lehmschicht, welche der Walchenberg mit dem Hauptzuge des bayerischen Vorwaldes bietet. Er ließ sich mit seinen Leuten am Lauterbach nieder. 
Der Name Winkling :
Dieser leitet sich von dem Personennamen Winchilo ab. Um das Jahr 741 findet man den Namen Winchilinga, um 883 Winchilingen, um 1305 Winchling und um 1663 Niederwünckchling und Unterwinkling.
Es ist anzunehmen, daß eine andere Familie des Winchilo sich am Weinberg niederließ. Hieraus entwickelte sich dann das "obere Winkling". Beide Winkling gingen wirtschaftlich und geschichtlich teilweise verschiedene Wege.

Auszug aus :

Gemeinde Niederwinkling zwischen Gäu und Wald
Herausgeber : Gemeinde Niederwinkling
Verfasser : Josef Illner, Hauptlehrer a.D.
Gesamtherstellung : Verlag Weiß Deggendorf